Dankbarkeit sich selbst gegenüber entwickeln als mentale Stärke für mehr Souveränität

Selbstreflexion: Wie baue ich eine Verbindung zu mir selbst auf? Souverän durch den Projektalltag.

Dankbarkeitsroutine für mehr Fokus, Energie, Resilienz und innere Stabilität. 

Dankbarkeit anderen gegenüber, darüber habe ich schon mal geschrieben. Heute geht es um die Dankbarkeit dir selbst gegenüber, for the things that you are and the things that shaped you. Heute nehmen wir Verbindung mit dir auf. 

[4 Minuten Lesezeit]


Wofür bist du dankbar?

Diese Frage stelle ich mir jeden Morgen. Genau genommen wird sie mir gestellt. Von Tony Robbins. Und zwar gleich zu Beginn seiner geführten Priming Übung, die Teil meiner Morgenroutine ist und mir dazu dient, Verbindung zu mir selbst aufzubauen. Sie bringt mich in den passenden Zustand für den Start in den Arbeitstag.

Nimm dir gerne einen Moment Zeit. Wenn es für dich passt, setz dich bequem hin. Schließ deine Augen. Atme mal tief durch. Leg gerne beide Hände auf deine linke Brust. Fühl dein Herz. Wie es schlägt. Ohne dein Zutun. Fühl die Energie. So lange es schlägt, lebst du. Was ein Geschenk.

Und dann denk an dein Leben und drei Dinge, für die du zutiefst dankbar bist. Fühle dich richtig rein in den Moment oder die Situation, in die Begegnung oder den Augenblick.


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Bevor ich mit dir teile, was in meiner Meditation immer wieder auftaucht, und wofür ich zutiefst dankbar bin in meinen 42 Jahren Leben, magst du dir vielleicht etwas notieren. Auch dafür soll Zeit sein.

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Wenn du bereit bist, bin ich es auch.

Die Erinnerung, die wohl am tiefsten in mir sitzt, für die ich auf Lebzeit dankbar sein werde und die meist als erstes in meinen Gedanken auftaucht, liegt lange lange zurück. Ich war 4 Jahre alt. Es war Winter. Und meine Cousine (mehr eine Schwester für mich) und ich brechen beim Spielen vor dem Haus im Eis unseres Pools ein.

Meine glasklare Erinnerung beginnt an der Stelle, wo ich an einer über den Poolrand hängenden Pflanze herausklettere. Bis dahin sehe ich alles durch meine Augen als Kind, die Hängepflanze in meinen Händen. Ab dann läuft alles ab wie in einem Film, bei dem auch ich von außen zusehe: Da ist dieser 4-jährige Junge und rennt ins Haus, um Hilfe zu holen, denn seine Schwester liegt noch kopfüber im Pool und kann genauso wenig schwimmen wie er selbst.

Es ist ein Stummfilm. Niemand schreit. Niemand weint. Absolute Stille: Im Hausflur, ganz links im Bild, stehe ich und zeige mit dem Arm hinter mich nach draußen. Vor mir, rechts im Bild, stehen meine Mutter, mein Vater und meine Oma. Ungläubige Gesichter. Bis meine Mama einfach losrennt.

Den Rest kenne ich nur aus Erzählungen, denn ich bin im Haus geblieben: Meine Mama springt in den Pool, holt meine Cousine raus. Meine Oma schnappt sie sich, hält sie an den Beinen hoch und schüttelt sie, bis sie Wasser spuckt und wieder atmet. Dann geht es in Decken eingepackt direkt ins Krankrnhaus. Es wird bei einer Unterkühlung bleiben. Heute hat sie selbst drei Kinder. Und die Familie ein Tabu-Thema.

Über mehr als Dankbarkeit wird nicht gesprochen: Dass der 4-jährige Chris, wie genau weiß niemand, einen Weg aus diesem Pool herausgefunden hat, um Hilfe zu holen, und diese rechtzeitig kam. Dann heulen schon alle und es ist auch genug gesagt.

Das ist mein tiefstes Gefühl der Dankbarkeit

Und jetzt verstehst du wahrscheinlich, warum an meinem Spiegel mit Lippenstift geschrieben steht: I am blessed!
Denn da hätte alles vorbei sein können. Sollte es aber nicht.

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Zwei andere Erinnerungen, die immer wieder in meiner Priming-Übung auftauchen ...

... und helfen sollen, die Schwere aus diesem Blogbeitrag herauszunehmen, sind die Begegnung mit meiner Frau vor 19 Jahren am S-Bahn-Gleis in München. Und wie wir uns dann von Riem bis zur Donnersberger Brücke in der S2 stehend einfach nur angelacht haben. Bis ich endlich die passenden Worte und den Mut gefunden hatte, sie anzusprechen. Es kribbelt heute noch beim Gedanken daran.

Die 3te Erinnerung ist aus 2022, als ich auf der Insel La Reunion wandern war. Wir haben kurz unter dem Vulkan geparkt, um dort im Campervan zu übernachten. Und nach dem Abendessen wurden wir Zeugen des schönsten und beeindruckendsten Sonnenuntergangs in meinem Leben. Ich stehe am Berg und bin einfach nur sprachlos ob der überwältigenden, allumgebenden Schönheit.

Enjoy the beauty – ich hab dir extra das 30-Sekunden Video verlinkt und eingebunden:


Fragen und Antworten zu den Themen Dankbarkeit, Selbstreflexion und Dankbarkeitsübung:

Warum ist Dankbarkeit so wirkungsvoll?
Dankbarkeit verändert deinen inneren Zustand. Sie verschiebt den Fokus von Mangel zu Fülle und stärkt deine emotionale Resilienz.



Was bringt eine Dankbarkeitsroutine am Morgen?
Sie hilft, in einen positiven, kraftvollen und vor allem bewussten Zustand zu kommen, statt reaktiv in den Tag zu starten.



Ist Dankbarkeit nicht einfach positives Denken?
Nein. Dankbarkeit bedeutet nicht, Probleme zu ignorieren oder schönzureden. Stattdessen erkennst du durch Dankbarkeit an, was dich trägt; trotz der ganzen Herausforderungen im Leben. Es ist wie eine Ressourcendusche für sich selbst.



Wie hängt Dankbarkeit mit Führung zusammen?
Wer innerlich stabil und verbunden ist, führt ruhiger, klarer und authentischer. Dankbarkeit stärkt Selbstführung. Und gute Führung beginnt immer bei dir selbst.



Kann Dankbarkeit Stress reduzieren?
Ja. Sie aktiviert nachweislich andere emotionale Muster als Sorge oder Mangeldenken und wirkt regulierend auf dein Nervensystem.



Wie finde ich Dinge, für die ich dankbar sein kann?
Beginne mit prägenden Momenten, Begegnungen oder Wendepunkten in deinem Leben. Oft liegen die stärksten Gefühle in sehr persönlichen Erinnerungen.

💡 Mein Tipp für dich

Baue dir einen Dankbarkeits-Anker.
Schreib einen Satz auf, der deine tiefste Dankbarkeit ausdrückt ... so wie mein „I am blessed“.

Platziere ihn sichtbar. Am Spiegel. Am Laptop als Bildschirmhintergrund. Im Notizbuch.


Nicht als Deko.
Sondern als bewusste Erinnerung daran, dass dein Leben getragen ist, und zwar auch an schwierigen Tagen.

Du hast noch Fragen, einen Spezialfall vorliegen oder möchtest dich mit mir austauschen? Keine falsche Scheu, klick gerne in meinen Kalender rein und vereinbar einen kostenlosen Ersttermin mit mir. Oder schreib mir eine Mail an chris(at)pm-botschaft.com.

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