Definition und Begriffserklärung: Brooks’s Law
Brooks’s Law besagt im Projektmanagement, dass das Hinzufügen von mehr Personal zu einem verspäteten Projekt dieses weiter verzögert. Die Aussage geht auf Fred Brooks zurück und beschreibt typische Effekte in komplexen Projekten.
Was bedeutet Brooks’s Law wirklich im Projektalltag?
„Mehr Leute draufsetzen“ ist oft die erste Reaktion bei Verzögerungen, weil es scheinbar logisch klingt lediglich mehr Ressourcen verfügbar zu machen. Brooks’s Law zeigt jedoch das Gegenteil. In komplexen Projekten entsteht durch zusätzliche Personen zunächst mehr Abstimmungsbedarf statt mehr Fortschritt.
Wie wird Brooks’s Law im Projektmanagement konkret relevant?
Im Alltag zeigt sich Brooks’s Law vor allem bei späten Eingriffen. Neue Teammitglieder müssen eingearbeitet werden, bestehende Ressourcen werden gebunden und der Kommunikationsaufwand steigt. Bei einer steigende Anzahl von Schnittstellen verlangsamt sich so die Umsetzung kurzfristig statt sich zu beschleunigen.
Wie sieht ein typisches Beispiel für Brooks’s Law aus?
Ein Softwareprojekt gerät in Verzug. Zusätzliche Entwickler werden eingesetzt. Statt schneller zu werden, verzögert sich das Projekt weiter, da Wissenstransfer und zusätzliche Abstimmungen Zeit kosten.
Wann wird Brooks’s Law kritisch oder besonders relevant?
Kritisch wird Brooks’s Law immer dann, wenn komplexe Aufgaben nicht beliebig teilbar sind. Wer hier nur Kapazität erhöht, ohne Struktur anzupassen, verstärkt das Problem statt es zu lösen.



