Definition und Begriffserklärung: Aufwandsschätzung
Die Aufwandsschätzung ist im Projektmanagement die systematische Einschätzung des erforderlichen Ressourceneinsatzes, um ein Projektziel zu erreichen. Sie dient als Grundlage für Zeitplanung, Budgetierung und Ressourcenallokation.
Was bedeutet Aufwandsschätzung wirklich im Projektalltag?
Projekte laufen schnell aus dem Ruder, obwohl sie initial sauber geplant wurden. Oft liegt es nicht an der Planung selbst, sondern an der zugrundeliegenden Aufwandsschätzung. Sie reflektiert das Wissen in dem Moment, in dem aus Annahmen Zahlen wurden. Dann dreht sich die Welt weiter und Änderungen treten ein. Und genau hier entscheidet sich, ob dein Projekt realistisch aufgesetzt wurde oder nur gut klingt und lediglich den unwahrscheinlichen Idealfall beschrieben hat.
Wie wird Aufwandsschätzung im Projektmanagement konkret angewendet?
Im Alltag nutzt du verschiedene Ansätze. Du greifst auf Erfahrungswerte zurück, vergleichst ähnliche Projekte oder zerlegst Aufgaben in Arbeitspakete, die du mit Experten und Erfahrungsträgern besprichst. Gute Aufwandsschätzung ist dabei kein einmaliger Schritt. Sie wird kontinuierlich angepasst, sobald neue Erkenntnisse entstehen.
Wie sieht ein typisches Beispiel für Aufwandsschätzung aus?
Ein Projektteam plant einen Website Relaunch. Einzelne Aufgaben werden geschätzt, zusammengeführt und mit Ressourcen hinterlegt. Erst durch diese Aufwandsschätzung wird sichtbar, ob Zeitplan und Budget zusammenpassen.
Wann wird Aufwandsschätzung kritisch oder besonders relevant?
Kritisch wird es, wenn Komplexität unterschätzt wird oder Schätzungen politisch beeinflusst sind. Dann entsteht ein Plan, der von Anfang an nicht haltbar ist. Genau hier trennt sich realistische Planung von Wunschdenken. Sonst entstehen schnell Schattenplanungen oder es wird ohne Planung versucht das Projekt zu managen.



