Corporate Design im Projekt: Warum gute Dokumente den Unterschied machen

Warum ist Corporate Design im Projekt wichtig?

Was macht gute Projektunterlagen aus?

Kraut und Rüben ... heute geht es nicht etwas um’s Gärtnern, sondern um die Anziehungskraft deines Projekts auf andere. Und auch wenn sich allgemein über Design und Stil streiten lässt, im Unternehmenskontext ist das genau nicht so! 

[5 Minuten Lesezeit]


Kennst du die CI-Colors deines Unternehmens?

CI steht für Corporate Identity. Und wenn ich von den CI-Farben spreche, dann von den Farben, die das Unternehmen führt, für das du arbeitest. Im Logo und auf der Unternehmenswebseite sind die meist ganz präsent. Doch die Hex- oder RGB-Codes kennt und nutzt selten jemand in den Dokumenten, die man so im Projekt erstellt.

Mit etwas Glück hat deine Firma immerhin einen PowerPoint Master. Da sind die Farben und Designvorgaben oft hinterlegt und in der Vorauswahl schnell verfügbar. So musst du dich schon bewusst für andere Farben entscheiden, um das Look and Feel kaputt zu machen.

Nur leider ist genau das häufig der Fall!

Von Look & Feel keine Spur ...

  • jedes Dokument sieht anders aus
  • es gibt keinen Wiedererkennungswert
  • der Bezug zum Unternehmen ist nicht erkennbar
  • dass die Dokumente vom selben Projektteam erstellt wurden auch nicht
  • keine Handschrift

Oder kurz: Schaut man auf die Dokumente, die das Projekt produziert hat, sieht das alles einfach nur nach Kraut und Rüben aus. Die Augen schmerzen. Der Puls steigt. Wer draufschaut, wird nervös und beginnt zu zweifeln. Weil der erste Eindruck nicht stimmt.

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Weitere Beobachtungen ganz konkret:

Ich lasse mir ja von Kunden viel zeigen und hab selbst in den Unternehmen, für die ich gearbeitet habe, Unfassbares erlebt und gesehen:

  • Überschriften fehlen
  • Auf die Schriftart, die das Unternehmen verwendet, wird gepfiffen
  • Nach Designvorlagen fragt niemand und kennt/verwendet daher auch kaum wer
  • 10 Schriftgrößen auf einer Folie
  • Farben, die eher an das klassische Google „Rot, Blau, Gelb, Grün“ erinnern und total austauschbar sind
  • Nichts ist an irgendwelchen Sichtlinien ausgerichtet
  • Bilder werden mit super schlechter Auflösung reinkopiert und sind total verpixelt
  • Schriftfarben werden genauso inflationär verwendet wie fett, kursiv und unterstrichen
  • Alles wirkt reichlich chaotisch, überladen
  • ...

The List goes on und die Haltung ist nicht selten:

„Ja das ist doch alles was für Marketing und die Kommunikation nach außen – das hier sind doch Projektdokumente, da ist es schließlich egal!“

Sorry, nee!!! 

Good News für dich:

Für dich heißt das, du kannst mit ganz wenig einen riesen Unterschied in der Außendarstellung bewirken. Was sich auch positiv auf deine Reputation auswirken wird. Versprochen!

Wenn Dokumente auch etwas für’s Auge sind und mit Sinn fürs Optische verfasst sind, dann ...

  • weiß man wohin, man zuerst schauen soll, statt sich erstmal orientieren zu müssen
  • ist man angezogen, statt verwirrt und verunsichert, noch bevor man das erste Wort gelesen hat
  • glaubt den Inhalten direkt viel lieber, statt sich am unstimmigen Erscheinungsbild aufzuhängen
  • findet leicht Fokus, statt direkt wieder abzuschalten, weil man erkennt „hier wurde sich keine Mühe gegeben“
  • erkennt man den roten Faden und ist super schnell, statt schier am Dokument und der Interpretation, was das jetzt alles heißen soll, zu verzweifeln

Identifikation und Wiedererkennungswert dank CI-Colours

Fakt ist: Wir alle haben mindestens ein unbewusstes Gefühl für Schönheit und Attraktivität i. S. v. „das Auge isst mit“. Und wir alle haben ein Bedürfnis nach Klarheit, Sicherheit, Eindeutigkeit, Orientierung und Struktur. Erst recht, weil viel nach unserer Aufmerksamkeit verlangt und wir ganz leicht abzulenken sind.

Doch wenn man die eigenen CI-Colors sieht, identifiziert man sich auch direkt mit dem, was man sieht, weil es aussagt: „Das gehört zu uns“ ... „Das sind wir!“ ... „Das ist von uns“.

Deine Stakeholder bringen ein ganz anderes Selbstverständnis und eine andere Haltung auf, wenn es darum geht, dir und den Ausführungen der Unterlagen zu folgen.

Mach dir unbedingt bewusst: Die B-Note zählt!

Aufgeräumte, gut gestaltete Dokumente laden ein: zum Lesen und Verweilen. Zum Mitdenken und tiefgründigen Nachfragen. Zum Zustimmen und Unterstützen. Zum Vertrauen und Wertschätzen. Zur Akzeptanz und zur Ruhe. Und das ist ja das, was du dir von deinem Umfeld wünschst. Und wovon du auch profitieren wirst.

Das ist auch ein Teil des Eindrucks, den du hinterlässt. Du repräsentierst ganz oft über Dokumente dein Projekt, nicht etwa nur über Ergebnisse.

Also:


  1. Frag nach den CI/CD-Vorgaben und Vorlagen,
  2. mach’s hübsch und
  3. dann schinde Eindruck.

Heb dich ab von der Masse ab, ohne Show und lautes Aufsprechen, ...

... sondern durch solides Handwerk und einen Sinn für Geschmack, Stil und Design – den ja dankenswerterweise dein Unternehmen zumeist vorgibt. Wenn nicht, machst du eben die Vorgaben, schaffst Wiederkennungswerte und machst die jeweils ersten Dokumenttypen zu Vorlagen. Um so eure eigene Handschrift zu kreieren. [Schau mal unten im Bild, so kann das als „Style Sheet“ aussehen.]

Und damit auf zur Brillanz!

Fragen & Antworten zu „Corporate Design im Projektmanagement“

Warum ist Corporate Design im Projektmanagement wichtig?
Weil es Vertrauen schafft, Orientierung gibt und die Wahrnehmung deiner Inhalte massiv beeinflusst.


Was passiert bei schlecht gestalteten Projektdokumenten?
Sie wirken chaotisch, erschweren das Verständnis und lassen Zweifel an Qualität und Professionalität entstehen.


Sind Design und CI nicht nur fürs Marketing relevant?
Nein. Gerade im Projekt wirken Dokumente als Stellvertreter deiner Arbeit und deines Teams.


Wie verbessere ich die visuelle Qualität meiner Dokumente?
Durch Nutzung von CI-Farben, einheitliche Schriftarten, klare Struktur und reduzierte Gestaltung.


Warum beeinflusst Design die Glaubwürdigkeit?
Weil Menschen Inhalte immer im Kontext ihrer Darstellung bewerten – visuelle Unordnung wirkt wie inhaltliche Unsicherheit.


Was bringt ein einheitliches Erscheinungsbild im Projekt?
Wiedererkennung, Klarheit und ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl bei Stakeholdern.

💡 Mein Tipp für dich

Mach deine Dokumente „scanbar“ statt „lesbar“.

Die meisten Stakeholder lesen nicht, sie scannen.


Deshalb:

  • klare Überschriften
  • wenige, gezielte Farben (CI!)
  • saubere Ausrichtung
  • maximal eine Botschaft pro Folie

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